Porträts von Friederike Bradtmüller

Wir haben sie gefragt, wie sich Ihre Kunst entwickelt hat.
Lernen Sie Frau Bradtmüller im Interview besser kennen:


WanderGALERIE: „Wann haben Sie das erste Mal Stift und
Zettel zur Hand genommen und sich an Kunst versucht?“


Friederike Bradtmüller: „1958 – 14 Jahre war ich alt. Die
Jugendzeitschrift „BRAVO“ gab’s damals schon. Und in der „BRAVO“ gab es schöne
Porträts von Schauspielern.Das waren meine ersten inbrünstigen Versuche, die
Gesichter mit Bleistift oder Kohle auf Papier festzuhalten.“


WanderGALERIE: „Welche Schauspieler und Berühmtheiten haben
Sie begeistert, sodass Sie diese unbedingt zeichnen wollten?“


Friederike Bradtmüller: „Sie mussten alle „herhalten“:
Brigitte Bardot, Audrey Hepburn, Marianne Koch, Michele Morgan, Tommy Kent, Rex
Gildo, Montgomery Clift, Charlton Heston.“


WanderGALERIE: „Gab es einen besonderen Star, für den Sie
geschwärmt haben, findet sich dieser in ihren Portraits wieder?“


Friederike Bradtmüller: „Bei James Dean war echtes Herzblut
dabei. Er war mein Favorit. Und Peter Kraus – zu ihm hatten wir in unserer
reinen Mädchenschule am Salvatorplatz in München einen besonderen Draht:

Sein Vater hatte um die Ecke ein Kaffee. Hier kamen des
Öfteren aktuelle Film- und Fernsehstars zu Besuch. Wenn nun Peter Kraus – der
deutsche Elvis Presley – in Sicht war, ging das wie ein Lauffeuer durch die
Schule.

Bei erstbester Gelegenheit rannten alle los, um ein
Autogramm zu erhaschen. Auch er wurde diverse Male von mir auf Papier
gebannt.Nie hätte ich gedacht, dass ich – heute 76 – ihn immer noch als Profi
auf Veranstaltungen oder im Fernsehen erleben kann. Immerhin sind fast 63 Jahre
vergangen.“


WanderGALERIE: „Das ist eine wirklich besondere
Geschichte.Anfänglich haben Sie hauptsächlich mit Papier, Bleistift und Kohle
gemalt. Haben Sie damals schon über den Tellerrand geschaut und sich an etwas
Neuem versucht?“


Friederike Bradtmüller: „Aus Ermangelung von Platz zeichnete
ich – auch mit schwarzer Kohle – zum Entsetzen meiner Mutter im Bett mit weißer
Bettwäsche. Sie hielt sich aber tapfer. Als selbständige
Damenschneidermeisterin mit „Werkstatt“ zu Hause hatte sie auch hier ihre
Kundinnen. Sie hat meine besten Zeichnungen mit Stecknadeln öffentlich stolz an
die Wand gepikst. Das war dann wohl meine erste Ausstellung und ein guter Start
für alle weiteren Kunstausstellungen? Heute sehen meine Porträt-Malereien in
Acryl auf Leinwand etwas anders aus.“


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