Helen Shulkin

Helen Shulkin

Helen Shulkin wurde 1978 in Weißrussland geboren. Sie absolvierte 1995 die Kunstschule von Molodetschno. 2001 erhielt sie ihren Abschluss in Kunst und Zeichnen an der Belarussischen Staatsuniversität Minsk bei Professor Shikulov. Seit 2015 lebt und arbeitet die Künstlerin in Deutschland.

Als Kleinkind hat Helen Shulkin die Ästhetik eines feinen Spinnennetzes bewundert, es stundenlang betrachtet und dessen Struktur dann in den großen Städten wiedererkannt und gemalt. Heute transformiert sie post-urbane Konstruktionen, die wie überdimensionierte Spinnennetze aus Stahl und Glas wirken, in gewichtslose und quasi-ätherische Strukturen. 

Bei ihren Besuchen in zeitgenössischen Städten und auf der Suche nach Orten tiefgreifender Veränderungen in der architektonischen Strukturierung versucht Helen herauszufinden, welche Objekte den Konflikt zwischen Alt und Neu repräsentieren, welche Räume am anfälligsten für Veränderungen sind, was die vorherrschenden Darstellungen von Post-Objekten sind, wie diese Veränderungen im menschlichen Bewusstsein wahrgenommen werden und welche technologischen Strukturen ihre Einheit bewahren.

Die Aesthesis ist eine grundlegende Metapher bei der Beschreibung ihrer eigenen Interpretationen, die einen neuen Erfahrungsmodus darstellen, der sowohl Wahrnehmung als auch Empfindung umfasst. Helen muss in sinnlichen Kontakt mit dem Post-Objekt treten, um ekstatisch zu transzendieren und die existentielle metaphysische Leere durch die Auflösung des "Selbst" in posturbanen Räumen zu füllen.

Genre: Ihr Werk ist posturbanen und architektonischen Räumen gewidmet, die sie durch ihre individuelle Ästhetik erforscht und in einer subtilen Beziehung zwischen Neofuturismus und magischem Realismus entwickelt, in der ein Zustand reiner Empfindung durch ein Minimum an Interpretationselementen gekennzeichnet ist.